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GerdaGold im Überblick: Goldankauf-Preise vergleichen, bevor Sie verkaufen

Titelgrafik: GerdaGold im Überblick – Goldankauf-Preise vergleichen, bevor Sie verkaufen

Wer Altgold, Schmuck oder Münzen verkaufen möchte, steht vor einem unübersichtlichen Markt: Dutzende Postankäufer veröffentlichen Preise je Gramm, Läden vor Ort nennen ihren Preis meist erst auf Nachfrage, und die Angebote für dasselbe Stück liegen oft weit auseinander. Die Website GerdaGold will genau diese Lücke schließen: Sie sammelt die veröffentlichten Ankaufspreise, rechnet aus, was nach Versand und Gebühren übrig bleibt, und zeigt zusätzlich Goldankäufer in der Nähe. Dieser Beitrag stellt den Preisvergleich vor, erklärt, wie er rechnet, und zeigt, wo seine Grenzen liegen.

Das Wichtigste in Kürze

  • GerdaGold ist ein kostenloser Preisvergleich für Goldankauf, ohne Anmeldung und nach eigener Angabe ohne Geld von Ankäufern.
  • Verglichen werden rund 50 Postankäufer mit veröffentlichter Preisseite und knapp 1.200 Läden vor Ort in Deutschland.
  • Sortiert wird standardmäßig nach der Nettoauszahlung, also nach Abzug von Versand und Gebühren. Die Gerda-Note fasst Kundenbewertungen und Fakten zum Angebot zusammen.
  • Der Vergleich kennt nur den Materialwert. Schmuckwert, Sammlerwert und Steine muss ein Fachhändler bewerten.

Was GerdaGold ist

GerdaGold ist ein Preisvergleich für den Goldankauf, betrieben von der Unicorn Asset Management GmbH in Wiesbaden. Namensgeberin ist die Zeichentrickfigur Gerda, eine Frau mit grauem Bob, goldener Brille und gelbem Pullover, die durch die Seite führt, Angebote kommentiert und auf Wunsch die Texte vorliest. Die Seite kauft selbst kein Gold an und vermittelt keine Verkäufe. Den Kaufvertrag schließen Sie immer direkt mit dem Ankäufer Ihrer Wahl.

Nach eigener Darstellung ist GerdaGold ein Nebenprojekt, zu großen Teilen mit KI gebaut, und die Betreiberin trägt die Kosten für Server und KI selbst. Auf der Seite „So finanzieren wir uns“ schließt sie Provisionen, Affiliate-Vergütungen, Klick-Gebühren, bezahlte Platzierungen und den Verkauf von Kontaktdaten aus. Die Links zu den Ankäufern tragen keine Kennung und keine Tracking-Parameter. Sollte sich das ändern, will die Betreiberin es vorher auf derselben Seite ankündigen. Für Nutzer ist das die wichtigste Eigenschaft: Die Reihenfolge der Angebote hängt nicht davon ab, wer dafür bezahlt.

Die Nutzung ist kostenlos, ein Konto gibt es nicht. Wer ein Foto seines Goldes hochlädt, lässt eine KI Art, Stempel und ungefähres Gewicht vorschlagen und korrigiert die Werte vor der Berechnung. Laut Datenschutzerklärung wird das Foto nicht gespeichert, sondern ohne Standortdaten an den KI-Dienstleister übermittelt. Ohne Einwilligung setzt die Seite keine Cookies, Google Analytics läuft nur nach Zustimmung im Banner.

Startseite von gerdagold.de mit der Figur Gerda, den Knöpfen „Ankaufspreise vergleichen“ und „Vor Ort verkaufen“ und dem aktuellen Goldkurs
Die Startseite von GerdaGold: Einstieg in den Vergleich per Post oder vor Ort, dazu der aktuelle Goldkurs (Screenshot vom 17.10.2026).

So funktioniert der Vergleich in drei Schritten

  1. Gold angeben: Sie wählen Art (Schmuck, Altgold, Zahngold, Münze oder Barren), Stempel und Gewicht, oder Sie laden ein Foto hoch und prüfen Gerdas Vorschlag.
  2. Gerda rechnet: Für jeden Postankäufer multipliziert sie den veröffentlichten Preis je Gramm für Ihren Feingehalt mit Ihrem Gewicht und zieht Versandkosten und feste Gebühren ab. Das Ergebnis ist die Nettoauszahlung, nach der die Liste standardmäßig sortiert ist. Parallel zeigt sie Ankäufer vor Ort in Ihrer Nähe.
  3. Sie entscheiden: Ob und wo Sie verkaufen, bleibt Ihnen überlassen. Der Link führt direkt auf die Preisseite des Ankäufers.

Die Reihenfolge nach Nettoauszahlung ist der entscheidende Unterschied zu einem reinen Vergleich der Grammpreise. Ein Ankäufer mit dem höchsten Preis je Gramm kann wegen Versand- und Prüfgebühren am Ende weniger auszahlen als ein Anbieter mit kostenlosem Versand. Beide Werte stehen im Vergleich nebeneinander, und Sie können wahlweise nach Preis je Gramm, Auszahlung, Tempo oder Gerda-Note sortieren.

Preisübersicht auf gerdagold.de für 585er Gold: Filter, Gewichtsregler, höchster Preis pro Gramm, Materialwert und das erstplatzierte Angebot mit Gerda-Note
Die Preisübersicht für 585er Gold: Filter für Rücksendung, Versicherung und Tempo, rechts Materialwert und höchster Preis je Gramm (Screenshot vom 17.10.2026).

Die Preisübersicht: Was Postankäufer heute zahlen

Die Seite „Ankaufspreise“ zeigt den aktuellen Goldkurs, den daraus abgeleiteten Materialwert je Gramm für 333er, 585er, 750er und Feingold sowie die Liste der Postankäufer mit ihrem veröffentlichten Preis. Ein Regler stellt das Gewicht ein, Filter grenzen auf Angebote mit kostenloser Rücksendung, voll versichertem Versand, Angebot vor Auszahlung, Versandtasche oder Auszahlung in bis zu drei Werktagen ein. Jeder Preis trägt Quelle und Abrufzeitpunkt. Ein Beispiel vom 17. Oktober 2026, 12 Uhr, für 585er Schmuck und Altgold:

Kennzahl (Stand 17.10.2026)Wert
Goldkurs je Gramm Feingold119,44 Euro
Materialwert je Gramm 585er Gold69,87 Euro
Höchster veröffentlichter Ankaufspreis je Gramm 585er69,06 Euro
Höchste Nettoauszahlung für 20 Gramm 585er1.381,20 Euro
Spanne zwischen höchstem und niedrigstem Preis je Gramm20,26 Euro, bei 20 Gramm also 405,20 Euro
Postankäufer mit veröffentlichtem Preis für 585er32 von 40

Zwei Dinge fallen an diesen Zahlen auf. Erstens zahlen die besten Postankäufer für gewöhnliches Altgold fast den vollen Materialwert, der Abschlag der Spitzenangebote lag an diesem Tag unter zwei Prozent. Zweitens ist die Spanne zwischen bestem und schlechtestem Angebot groß: Bei 20 Gramm 585er Schmuck, etwa einer kräftigen Kette, machen über 400 Euro den Unterschied. Genau diese Spanne ist das Argument für einen Vergleich vor dem Verkauf. Die Werte ändern sich mehrmals täglich mit dem Goldkurs, die Tabelle zeigt nur die Momentaufnahme.

Die Gerda-Note: Bewertungen und Fakten in einer Zahl

Neben dem Preis zeigt GerdaGold bei Postankäufern eine Note von 1,0 bis 5,0. Sie entsteht zu 70 Prozent aus Kundenbewertungen öffentlicher Portale wie Trustpilot, Google, Trusted Shops oder eKomi, nach Anzahl gewichtet, und zu 30 Prozent aus Fakten zum Angebot: Auszahlung im Verhältnis zum höchsten Angebot, Tempo und sicherer Versand mit Versicherung und kostenloser Rücksendung. Bei wenigen Bewertungen wird der Wert zur Mitte gezogen, ab etwa 1.000 Bewertungen zählt der Schnitt voll. Eine Note gibt es nur, wenn mindestens eine Bewertungsquelle höchstens 18 Monate alt ist und auf mindestens zehn Bewertungen beruht. Fehlt das, bleibt das Feld leer.

Gerda-NoteBezeichnung
bis 1,5sehr gut
bis 2,5gut
bis 3,5befriedigend
bis 4,5ausreichend
über 4,5mangelhaft

Gerdas Empfehlung ist grundsätzlich das Angebot mit der höchsten Nettoauszahlung. Ein anderes Angebot empfiehlt sie nur, wenn es höchstens 1,5 Prozent oder 25 Euro weniger zahlt und dafür nachweislich mindestens zwei Werktage schneller überweist, mindestens 0,3 Sterne besser bewertet ist oder voll versichert mit kostenloser Rücksendung arbeitet, wo das Spitzenangebot das nicht tut. Die vollständigen Regeln, einschließlich der Gewichte je gewählter Priorität, stehen auf der Seite So vergleichen wir. Dass diese Regeln offenliegen, ist für ein Vergleichsportal nicht selbstverständlich und erlaubt, jede Platzierung nachzuvollziehen.

Stadtseite Goldankauf Wiesbaden auf gerdagold.de mit Ankäufern vor Ort, Entfernung zur Innenstadt und belegten Ankaufspreisen je Gramm
Die Stadtseite für Wiesbaden: Ankäufer vor Ort mit Entfernung, Öffnungszeiten und, wo veröffentlicht, Preisen je Gramm (Screenshot vom 17.10.2026).

Ankäufer vor Ort: Karte, Umkreis und Stadtseiten

Wer sein Gold lieber persönlich übergibt, findet unter „Vor Ort“ Goldankäufer, Edelmetallhändler, Juweliere und Pfandhäuser in einem wählbaren Umkreis von 10, 25 oder 100 Kilometern um eine Postleitzahl oder den eigenen Standort. Die Daten stammen aus OpenStreetMap und von den Websites der Läden und werden nach Angabe der Seite wöchentlich aktualisiert. Filter zeigen nur Geschäfte mit Online-Preis oder nur geöffnete Läden, eine Karte ordnet die Treffer räumlich ein. Der Standort wird laut Seite nur für die jeweilige Suche verwendet und nicht gespeichert.

Für rund 80 Städte und alle Bundesländer gibt es eigene Seiten. Die Seite für Wiesbaden zählte am 17. Oktober 2026 im Umkreis von zehn Kilometern um die Innenstadt acht Goldankäufer und Edelmetallhändler, fünf Juweliere und vier Pfandhäuser. Die Reihenfolge ist auch hier nachvollziehbar: zuerst Ankäufer mit belegtem Preis, dann solche mit einer Preisseite, danach die übrigen nach Entfernung. Wer in Wiesbaden verkaufen möchte, bekommt so eine Liste mit Adressen, Öffnungszeiten und, wo veröffentlicht, Preisen je Gramm. Was die Wiesbadener Händler im Einzelnen ankaufen und wie ein Hausbesuch abläuft, beschreibt unser Ratgeber Goldankauf in Wiesbaden.

Wie Gerda Preise prüft

  • Abruf alle 15 Minuten: Die Preisseiten der Postankäufer werden laufend neu gelesen, auch wenn niemand die Seite besucht. Der Goldkurs ist während des Handels höchstens fünf Minuten alt.
  • Plausibilitätsprüfung: Jeder ausgelesene Preis muss zum Materialwert passen, höchstens zwei Prozent darüber und nicht unter der Hälfte. Passt auch nur ein Preis eines Ankäufers nicht, wird der ganze Abruf verworfen und der letzte geprüfte Stand mit Uhrzeit gezeigt.
  • Feingehalt genau genommen: 416 und 417 oder 916 und 917 gelten als dieselbe Legierung. Barren und Münzen ohne eigenen Preis erscheinen als „mindestens“.
  • Porto und Gebühren abgezogen: Versandstaffeln nach Warenwert und feste Gebühren werden berücksichtigt. Wo Sie selbst versenden, rechnet Gerda mit 7,50 Euro Porto.
  • Nur belegte Ankäufer: Per Post nur Anbieter mit geprüfter Preisseite, vor Ort nur Läden mit belegtem Goldankauf. Fehlt ein Preis, zeigt die Seite die Lücke, statt sie zu schätzen.

Verbindlich ist trotzdem immer der Preis, den der Ankäufer nach der Prüfung Ihrer Ware nennt. Die Seite weist selbst darauf hin, dass ihre Angaben ohne Gewähr sind und keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung darstellen.

Ratgeber und Marktbericht

Rund 20 Ratgeber erklären die Grundlagen des Goldverkaufs: Goldpreis je Gramm für 333er, 585er und 750er Gold, ein Goldrechner, Goldstempel erkennen, Zahngold, Goldmünzen, Krügerrand und Barren, Gold per Post oder vor Ort verkaufen, Gold bei Bank oder Sparkasse, Steuern beim Goldverkauf, Ausweispflicht nach dem Geldwäschegesetz, das Gegenangebot nach der Prüfung und die Warnzeichen unseriöser Ankäufer. Die Texte beginnen jeweils mit einer kurzen Antwort und binden die aktuellen Ankaufspreise ein.

Der monatliche Marktbericht zur Goldpreisentwicklung zeigt den Kurs in Euro seit 1999 mit Jahresdurchschnitten, dem bisherigen Hoch und dem Materialwert einer 585er Kette damals und heute. Als Quellen nennt die Seite die Rohstoffpreisdaten der Weltbank und den Euro-Referenzkurs der Europäischen Zentralbank. Eine Prognose gibt der Bericht ausdrücklich nicht ab.

Wo die Grenzen liegen

  • Nur Materialwert: Der Vergleich rechnet mit Gewicht, Feingehalt und Kurs. Antikschmuck, Markenschmuck, Diamanten und Sammlermünzen können deutlich mehr wert sein als ihr Gold. Dafür braucht es einen Fachhändler oder Gutachter, nicht einen Grammpreis.
  • Nur Gold: Silber, Platin oder Palladium vergleicht die Seite nicht, Zahngold nur als Gold mit dem Hinweis, dass der Wert erst nach der Schmelzanalyse feststeht.
  • Vor Ort meist ohne Preis: Die Mehrzahl der Läden veröffentlicht keine Ankaufspreise, in der Liste steht dann „Preis auf Anfrage“. Vergleichen heißt hier anrufen oder hingehen.
  • Fremde Preise: Alle Werte stammen von den Preisseiten der Ankäufer. Ein Lockpreis, der später durch Abzüge für Prüfung oder Schmelzen schrumpft, fällt im Vergleich nicht auf. Achten Sie deshalb auf die Filter „Angebot vor Auszahlung“ und „Kostenlose Rücksendung“.
  • Keine vollständige Marktübersicht: Aufgenommen wird nur, wer eine geprüfte Preisseite oder einen belegten Goldankauf hat. Ein guter Händler ohne Preisseite kann fehlen.

So nutzen Sie GerdaGold vor dem Verkauf

  1. Materialwert kennen: Stempel ablesen, Stücke wiegen und den Materialwert mit dem Goldrechner oder der Preisübersicht bestimmen. Was die Stempel bedeuten, erklärt unser Ratgeber Goldschmuck verkaufen.
  2. Postangebot als Maßstab: Notieren Sie die höchste Nettoauszahlung für Ihr Gewicht und Ihre Legierung. Das ist der Wert, an dem sich jedes andere Angebot messen lassen muss.
  3. Vor Ort nachfragen: Lassen Sie sich beim Händler Ihrer Wahl einen Preis je Gramm nennen und legen Sie ihn neben das Postangebot. Vor Ort sehen Sie beim Wiegen und Prüfen zu und bekommen das Geld sofort, das kann einen kleinen Abstand wert sein.
  4. Besondere Stücke aussortieren: Schmuck mit Steinen, signierte Stücke, antike Arbeiten und Münzen mit Sammlerwert gehören nicht in den Altgoldvergleich, sondern zu einem Kunst- oder Münzhändler. Bei Münzen hilft unser Ratgeber Münzen verkaufen.
  5. Ausweis und Beleg: Rechnen Sie mit einer Ausweisprüfung, bei Barzahlung ab 2.000 Euro ist sie Pflicht. Lassen Sie sich Gewicht, Feingehalt und Preis je Stück schriftlich geben.

Häufige Fragen

Kostet der Vergleich bei GerdaGold etwas?

Nein. Der Vergleich ist kostenlos und ohne Anmeldung. Die Seite ist am Verkauf nicht beteiligt, Sie verkaufen direkt beim Ankäufer.

Verdient GerdaGold an den Ankäufern?

Nach eigener Angabe nicht. Die Betreiberin schließt Provisionen, Affiliate-Vergütungen, bezahlte Platzierungen und Werbung von Ankäufern aus und trägt die Kosten selbst. Die Links zu den Ankäufern enthalten keine Tracking-Parameter.

Sind die angezeigten Preise verbindlich?

Nein. Die Preise stammen von den Preisseiten der Ankäufer und tragen Quelle und Abrufzeitpunkt. Verbindlich ist der Preis, den der Ankäufer nach Prüfung Ihrer Ware nennt. Deshalb lohnt der Blick auf Angebote mit kostenloser Rücksendung und Angebot vor Auszahlung.

Was ist die Gerda-Note?

Eine Note von 1,0 bis 5,0, die zu 70 Prozent aus Kundenbewertungen öffentlicher Portale und zu 30 Prozent aus Fakten zum Angebot wie Auszahlung, Tempo und Versandsicherheit besteht. Ohne aktuelle Bewertungen gibt es keine Note.

Hilft GerdaGold auch bei Schmuck mit Steinen oder antiken Stücken?

Nur für den Materialwert des Goldes. Steine, Marken, Handwerk und Alter bewertet die Seite nicht. Solche Stücke sollten Sie vor dem Verkauf von einem Fachhändler einschätzen lassen, damit Sie nicht nur das Gold bezahlt bekommen.

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